katrin freudenberger

Winterakademie 2011  - die Maler und Malerinnen und ihre Werke

5. Februar - genau die richtige Zeit, dem Winteretter hierzulande zu entfliehen: El Cabrito wartet mit Sonne und milden Temperaturen. Einige Maler und Malerinnen werde ich dort nach einem Jahr oder mehr oder weniger wieder sehen.
Der Flug, die Fährfahrt von Teneriffa nach Gomera - alles verläuft planmäßig. Unsere Gruppe steht dann pünktlich Anlegeplatz im Hafen von San Sebastian, die "Borondon" vor uns - zur Überfahrt nach Cabrito bereit. Nur ein bisschen müssen wir, mit Getränken von Brigitte serviert, noch warten. Macht aber nix, die Sonne scheint und wir genießen, dass wir bald da sind.

Dann endlich ankommen auf El Cabrito, die Wiedersehensfreude ist groß. Bis zum Abendessen sind Zimmer bezogen und die Malsachen im Atelier untergebracht. Wir "alten" Malerinnen wissen Bescheid, kennen uns aus und fühlen uns sofort wieder heimisch. Die "Neuen" sind neugierig und, wie ich glaube, beeindruckt von diesem, doch etwas anderen Ort.
Am Abend feiern wir noch kräftig Barbaras Geburtstag, mit Tischschmuck und Wunderkerzen-Kuchen!

Am nächsten Morgen legen wir los, man kann es ja kaum noch erwarten: für die mir bekannten Maler mache ich Vorschläge zum Thema. Mit den noch Neuen bepreche ich die Vorgehensweise, versuche meine Faszination des Skizzenbuches auf sie zu übertragen, und nach geraumer Zeit sind alle vertieft in Motivsuche, Format- und Farbwahl, Anordnung, Umsetzung, ...
Ein guter Einstieg ist geschafft! Wir genießen die Ruhe, das Rauschen des Atlantik ...

Die Tage vergehen, es wird sinniert, skizziert, komponiert, Farben werden gemischt, Bananenblätter und Kakteen und und und geschaut ... am Mittwoch ist ein Ausflug in den Nebelwald geplant, das wird aber nichts, das Wetter mit Seegang spielt nicht mit.

Wir sind ein lustiges, fröhliches Trüppchen und kommen manches Mal aus dem Lachen nicht wieder raus. Malen tun wir aber auch feste! Nach und nach füllen sich die mitgebrachten Leinwände und es ist schön, dass das Atelier immer lebhafter und farbiger wird.

Am Samstag verlassen uns Quotenmann Gottfried, Margot, Karin und Marion ... Der "Borondon" wird heftig nachgewunken, bevor wir uns, heute ist unterrichtsfrei, nach San Sebastian aufmachen, ein bisschen Zivilisation zu schnuppern und dies und das, was man braucht oder auch nicht, einzukaufen.
Am Mittag sind wir zurück und warten auf Gürgen und Brigitte. Die Gruppe also wieder komplett, geht die Arbeit weiter. Es gibt Momente des Frusts, des Zweifelns, der Ungeduld, aber dann auch der Euphorie, der Zufriedenheit, des Glücks, wenn das in Angriff genommene doch noch geschafft ist.

Das Wetter hält, die Stimmung könnte nicht besser sein. Den Ausflug mit Gordo ins Valle Gran Rei, feinem Mittagessen  und Besuch des Nebelwalds können wir am Mittwoch dann doch noch machen. Wir sind beeindruckt von dem verwunschenen Wald und nehmen viele Motive für neue Bilder mit.

Am Donnerstag wird alles leicht hektisch: am Freitagmittag muss alles für die "Finissage", zu der wir einladen, fertig sein. Und überhaupt wäre noch dies und das zu malen, zu schauen, zu begreifen, neu zu interpretieren, ...nutzt aber nichts. Die Arbeiten müssen gesichtet, ausgewählt und aufgehängt werden. Jürgen hilft und pünktlich können wir eine wirklich sehenswerte Ausstellung präsentieren. Es kommen viele, man ist neugierig und interessiert, so ein Event ist auf Cabrito eine willkommene Abwechslung. Einige Bilder wechseln gar den Besitzer. Da ist die Freude groß und bekanntlich soll man ja gehen, wenn es am schönsten ist. Also packen wir am späten Abend unsere 7 Sachen und bald sieht das Atelier wieder so nackt und bloß aus wie bei unserer Ankunft. Aber: Nächstes Jahr kommen wir wieder!
Danke Euch allen, Katrin

 


 

 

 

  


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La Gomera - Rückblick 2011